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Der Stiftungswald «Wald schafft Zukunft»

Der in Brandenburg gelegene Stiftungswald wird als nachhaltig bewirtschafteter Forstbetrieb geführt. Er ist nach den PEFC Standards für nachhaltige Waldbewirtschaftung zertifiziert. Die jährlichen Betriebserträge stehen der Stiftung im vollen Umfang zur Verfügung. Dies betrifft auch Erträge aus der Wildbewirtschaftung sowie den verpachteten Acker- und Grünlandflächen. Der zwischen den Städten Kyritz und Wittstock gelegene Forst besteht zu einem großen Teil aus Kiefern-Wald.      

Der seit zwanzig Jahren betriebene Waldumbau zeigt bereits erste Veränderungen. Die Waldfläche wird Jahr für Jahr mit Laubbäumen bereichert. Der sandige Boden und der geringe Niederschlag bilden jedoch keine guten Voraussetzungen für das Wachstum heimischer Laubbäume. Zudem befürchtet man eine weitere Zuspitzung der Situation durch Veränderungen des Klimas. Der Stiftungswald selbst könnte also von einem der Stiftungszwecke mitprofitieren. Die Anpassung unserer heimischen Land- und Forstwirtschaft an den weltweiten Klimawandel gewinnt an Bedeutung und wird an vielen Orten immer mehr zu einem existenziellen Interesse.

Der Stiftungswald befindet sich in einem wunderschönen, von der Natur reich beschenkten Umfeld. Brandenburg ist durchzogen von Ackerflächen, Waldgebieten und Seenlandschaften. Ein ideales Erholungsgebiet für Ruhesuchende. Der erstaunlich   hohe Artenreichtum von Flora und Fauna ist bezeichnend für die Region und unbedingt schützenwert.  

 

Die zunehmende Trockenheit und die ansteigenden Temperaturen infolge des spürbaren Klimawandels schwächen die Waldbäume. Die Folge sind Krankheiten und Schädlingsbefall.

Ein zunehmendes Problem stellen Sturmschäden dar. Häufigkeit und Stärke von Sturmereignissen haben zugenommen. Das führt zu Bruchholz, entwurzelten Bäumen und hohen Aufräumkosten. Die Folgen solcher Katastrophen sind ein Überangebot aufwendig zu bergenden Holzes, und dies zu verminderten Preisen. Dies schmälert die Betriebserträge der betroffenen Waldbesitzer erheblich. 

 

Wenn durch Windwurf oder infolge anderer Kalamitäten Kahlschläge entstehen, werden diese oft durch natürliche Verjüngung, d.h. durch Samenflug noch vorhandener umstehender Altbäume wieder zu neuen Forstkulturen.

Flora und Fauna

Die Tatsache, dass sich Äcker, Wiesen, Wasser- und Waldflächen abwechseln, beschert dem Stiftungswald eine reiche Flora und Fauna. Dies ist eine wunderbare Gabe der Natur, die es zu erhalten gilt. Dennoch ist der Rückgang der Artenvielfalt allgegenwärtig.                       

Der Stiftungszweck «Umweltschutz» soll u.a. im Stiftungswald ganz konkret umgesetzt werden. Im Einvernehmen mit der örtlichen Landwirtschaft können hier gezielte Programme wie ökologischer Landbau, extensive Grünlandbewirtschaftung oder Ackerrandstreifensaat mit Blühmischungen umgesetzt werden.

Die Jagd spielt im Stiftungswald eine bedeutende Rolle. Reh-, Rot-, Dam- und Schwarzwild sind hier heimisch und finden einen «gedeckten Tisch». Die guten Grundlagen durch abwechslungsreiche Waldbestände und Feldfrüchte führen zu hohen Vermehrungsraten.

Das bedeutet Schäden an landwirtschaftlichen Kulturflächen sowie Verbiss– und Schälschäden im Stiftungswald. Hier gilt es Wild und Wald durch gezielte, aber schonende und gleichsam tierschutzgerechte Bejagung in Einklang zu bringen.

                                                                               

Die Erlöse aus dem Verkauf von Wildbret und aus der Vergabe von Jagdmöglichkeiten fallen der Stiftung ebenfalls zu.

 

Waldbewirtschaftung

Der jährliche Holzeinschlag beschert der Stiftung wichtige Erträge. Jeder gefällte Baum wurde zuvor nach Gesichtspunkten nachhaltiger und guter, forstlicher Praxis ausgewählt. Die Umgestaltung der reinen Monokulturen in einen Mischwaldbestand, dessen Selbstheilungskräfte durch gesunden Waldboden und planvoll angelegte Forstkulturen gestärkt werden, ist eine der primären Aufgaben des Stiftungswaldes.

Die schrittweise Umwandlung des Kiefernwaldes geschieht überwiegend durch das gezielte Nachpflanzen von Laubbäumen oder Douglasien. Ältere, bereits aufgelockerte Kiefernbestände bieten Schutz vor Spätfrösten und gewähren genügend Lichteinfall für die neue Baumgeneration.